OFF TOPIC  -  MEINE MALEREIEN  -  MALTECHNIK                                                                                                                                Home


Meine Maltechnik

Der "Elefanten-Flitzer" war mein erstes Airbrush-Bild überhaupt, dann sind die mit dem grünen Hintergrund und Wolkenhimmel entstanden.

 

Die Bilder sind natürlich überhaupt

nicht mit professionellen Airbrush-Bildern zu vergleichen.

Sie sind nur aus Zeitvertreib

u. Langeweile entstanden u. es hat richtig Spass gemacht mit dem Airbrush zu malen.  

Bilder anklick-/vergrößerbar!



Die nächsten waren dann diese Putzigen im Comic-Stil, wo ich Figuren von Tuskers (im Vertrieb bei Hummel-Figuren) -

die meine Frau besitzt - als stilistische Vorlage verwendet habe. 



Zuletzt sind die beiden "realen" (der stehende und der der einen "Knicks" macht) entstanden. 



 

 

 

Bei dem Marienbild habe ich leidlich erfahren müssen wie schwer es ist menschliche Gesichter zu malen.

 

Da fallen mir Elis (Elefanten) wesentlich leichter. 

 

Mit dem Airbrush kann man zwar (nach einiger Übung und etwas Geschick) sehr feine Linien malen, allerdings ist die „Hauptdomäne“ des Luftpinsels das Anlegen von perfekten Farbverläufen, feinen Schattierungen und harmonischen Übergängen.

 

Scharfe Kanten sind ohne Hilfsmittel (Maskierung/Schablonen) nicht zu realisieren.

 

 

 

Nun zeige ich mal anhand der "Betenden Hände" die gröbsten Arbeitsschritte. 

 

Wenn ich also ein Bild male, gehe ich folgendermaßen vor:

Zuerst skizziere ich das Bild (mit sämtlichen Details) mit Bleistift auf dem Airbrush-Karton!

 

Der Schöllerhammer-Künstler-Karton ist zwar nicht ganz billig, aber sehr hochwertig, robust und radierfest! (fast wie eine Sperrholzplatte) Der wird auch von den Profis bevorzugt.

 

Rechts die Rohskizze von den Betenden Händen (das Originalbildchen als Vorlage hab' ich oben hin gepappt)

 

 

 

Um nun zunächst die Umrisse des Hauptmotivs zu malen/sprühen, muss im nächsten Arbeitsschritt das gesamte Bild mit einer selbstklebenden Maskierfolie (Maskierfilm) abgedeckt werden.

Das ist eine nur leicht haftender durchsichtige Klebefolie, die speziell dafür angeboten wird. 

 

Danach werden alle Bildteile die man gemeinsam sprühen kann (das sollte man sehr genau überlegen, um unnötig häufiges maskieren zu minimieren) mit einem Skalpell, oder einem Maskierfolien-Schneider freigelegt/ausgeschnitten! Dabei muss man sehr vorsichtig und exakt schneiden um eine Verletzung des Kartons zu vermeiden.

 

Anschließend werden die Konturen gesprüht!

 

Rechts ist schon mal farbig gesprüht. Man arbeitet dabei von Hell, nach Dunkel. Das auf dem Umfeld etwas gesaut wurde spielt hier keine Rolle, weil in dieser Phase der Hintergrund noch maskiert ist.

Weiche Verläufe und Details, die keine scharfen Kanten erfordern werden komplett Freihand gesprüht! Je nach Detaillierung und Komplexität eines Bildes sind oftmals auch mehrere bis viele Maskiervorgänge erforderlich, bis das Hauptmotiv fertig gestellt ist! Bei den "Betenden Händen" habe ich zunächst alles mit verdünntem Schwarz gesprüht.

 

Hier ist also der Hintergrund noch maskiert u. die Detaillierung der Hände schon sehr weit fortgeschritten. Es wurden schon alle Konturen und Schattierungen gesprüht und auch schon ein Großteil der Feinheiten radiert sowie mit den Stiften verfeinert.

Wenn man bereits gesprühte Bildbereiche erneut maskiert sollte man darauf achten den Maskierfilm nicht zu lange auf dem Bild zu belassen (z.B. über Nacht), da es sonst beim Abziehen zu Farbablösungen kommen kann.

Bei manchen Details kann man sich auch mit selber geschnittenen Papier-Schablonen, die man nur freihändig auf das Bild hält, behelfen! (geht natürlich bei mir nicht ohne weiteres, da ich ja nur einhändig arbeiten kann).

 

Wie man sieht kann so ein Airbrush-Bild recht aufwändig sein! 

 

 

 

Nun kommen die Künstler-Aquarellstifte ins Spiel (hochwertige Buntstifte) diese benutze ich dazu kleinere Details nach zu malen, wie zum Beispiel die Fingernagel-Umrandung bei den "Betenden Händen".

 

Anschließend werden Highlights mittels Radiergummi (klappt prima bei Airbrush) herausgearbeitet!

Unter Anderem arbeite ich da mit einem elektrischen Radierer!

 

Alles was keine scharfen Kanten erfordert sprühe ich frei Hand.

 

 

Man könnte vielleicht meinen dass die Hautstruktur/Falten durch "Kreuz-Schraffur" entstanden sind!

... ist aber nicht so!

... habe auch hier die oben beschriebenen Techniken angewendet und die "Haut-Details" sind mit dem Radiergummi/Radierstift entstanden!

 

Übrigens:

Um den Hintergrund des Hauptmotivs (Himmel, oder Landschaft usw.) zu malen, bzw. zu sprühen muss das Hauptmotiv abermals maskiert werden. Vielleicht denkt der eine, oder andere jetzt:

Warum sprüht man nicht zuerst den Hintergrund und malt dann erst das Hauptmotiv?

 

... berechtigte Frage!

 

Grund:

Die Airbrushfarben sind nicht deckend, sondern lasierend! Das bedeutet, dass man den Hintergrund durch sehen würde!

 

Ach ja: Die Farbe Weiß verwendet man immer nur zum Mischen und Aufhellen von anderen Farben! Bei Airbrush wird für weiße Bilddetails ausschließlich mit dem Karton/Papierweiß gearbeitet!

 

Hier wurden nun bereits die Hände maskiert und der Hintergrund freigelegt. Danach dieser gesprüht u. der Maskierfilm komplett entfernt.  

 

... fertig.


Auch an den Dackelbildern wurde stets mehrere Tage gearbeitet, da ich dabei ja noch weitere Techniken (Skalpell) eingesetzt habe und das Fell relativ arbeitsintensiv ist. Einzelne Haare mit dem Airbrush zu malen ist nahezu unmöglich. Deshalb habe ich noch zusätzlich - um eine naturgetreue Fellstruktur heraus zu arbeiten mit dem Skalpell "gekratzt". All dies Techniken führen dann im Endresultat zu diesem "meinem" Look!



Die/der/das Airbrush?

Ich möchte an dieser Stelle noch einen weit verbreiteten Irrtum ausräumen! Es heißt zwar "die Pistole", oder "die Airbrush-Pistole", aber es muss heißen "der Airbrush"!

Airbrush ist ja schlicht und einfach das englische Wort für Luftpinsel!

Niemand würde wohl sagen: "Die Luftpinsel" (bei Einzahl), oder?

 

Ich hoffe meine Erklärungen waren halbwegs verständlich und ich habe nicht all zu sehr gelangweilt!

 

Zum Abschluss noch ein paar Bilder von meiner Airbrush-Ausrüstung: