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Der Wettbewerb

1998 habe ich mich dann zum "6. internationalen Modellbauwettbewerb des "Eisenbahnjournals" angemeldet. 

Da werden zum Wettbewerb nur Anlagen zugelassen, die bestimmten Auflagen und Qualitätskriterien entsprechen. Die Gleise müssen z.B. eingeschottert und gealtert sein, es dürfen keine Antriebe sichtbar sein, usw.

 

Innerhalb der Wettbewerbslaufzeit werden dann nach und nach die div. Leser-Anlagen verschiedenster Spurweiten veröffentlicht.

Man muss als Teilnehmer sowohl die Fotos selber schießen (KB-Dias), als auch einen fundierten Anlagenbericht dazu schreiben. 

 

Am Ende der Wettbewerbslaufzeit (2001) wurde dann ein Jury-Bogen veröffentlicht, mit dem dann alle Leser Punkte für die gezeigten Anlagen - aus ganz Europa - verteilen konnten.


Der Gewinn

Die Gewinner
Die Gewinner

In der Februar-Ausgabe war es dann so weit. Ich traute meinen Augen kaum als ich in das Heft schaute. Meine Anlage hatte mit komfortablem Abstand den ersten Platz in meiner Baugröße belegt. 

Laut Aussage des Chefredakteurs "ein absolutes Novum in der gesamten Geschichte des Eisenbahnjournals". Es hatte bis dahin - in all den Jahren seit es diesen Wettbewerb gibt - noch keine einzige N-Anlage geschafft eine so hohe Punktezahl zu erreichen.

Und was fast noch bemerkenswerter war: meine Anlage hatte nur ein lausiges Pünktchen weniger bekommen, als die beste H0-Anlage. 

Und diese Baugröße ist bekanntermaßen viel populärer und hatte bis dahin immer mit gigantischem Vorsprung geführt. 

 

Nur 2 Pünktchen mehr und ich wäre sogar Gesamtsieger geworden. ;-)

Wobei es diesen Rang offiziell gar nicht gibt, da die verschiedenen Spurweiten immer separat bewertet werden. 

 

Ihr könnt Euch sicher - vielleicht wenigstens a bisserl - vorstellen, was das für mich für ein Gefühl war. Noch dazu, weil ich ja die gesamte Anlage nur mit der linken Hand gebaut habe. 

 

Diesen Umstand hatte ich aber bei der Bewerbung zum Wettbewerb bewusst verschwiegen, weil ich für die Abstimmung garantiert keinen "Behindertenbonus" haben wollte. Erst nach dem Gewinn habe ich bei einem persönlichen Gespräch mit dem Chefredakteur des Eisenbahnjournals mein Handicap preisgegeben. 

 

Der wollte das natürlich gar nicht glauben.