LINKS & MEHR  -  DER UNFALL  -  DIE MODELLBAHN                                                                                                                           Home


 Die Modellbahn

Grundriss des Modellbahnzimmers
Grundriss des Modellbahnzimmers

Als wir 1989 mit dem Bau eines Eigenheimes begannen habe ich trotzdem ein Modellbahn-Zimmer mit eingeplant, man weiß ja nie. ;-)

 

Irgendwann reifte dann auch der Plan es doch mit dem Anlagenbau zu versuchen . Ich habe zuerst nur kleine Probestückchen in Form von Mini-Dioramen gebaut und so meine Geschicklichkeit "mit Links" verbessert und ausgetestet, bzw. meine Restfähigkeiten ausgelotet. 

Eine kleine Mini-Anlage (Tischformat), die heute noch auf dem Dachboden vergammelt, folgte. 

 

Dies funktionierte dann doch besser als gedacht. Also fing ich an Literatur zum Thema Modellbahn zu verschlingen und eine Anlage zu planen.

 

Ich habe mir damals zum Ziel gesetzt eine möglichst vorbildgetreue N-Anlage zu gestalten, die es mit halbwegs akzeptablen H0-Anlagen aufnehmen können sollte. Zumindest war dies mein "Wunschdenken". 

Über zwei Jahre reine Planungszeit und ca. 4 1/2 Jahre Bauzeit haben dann zu dem gezeigten Ergebnis geführt. 


Bilder aus der Bauphase
Bilder aus der Bauphase

Der Bau der Anlage

 

(Mannis-N-Bahn) und die anschließende Teilnahme am Wettbewerb des Eisenbahnjournals, der damit verbundene Erfolg und die Anerkennung  haben mir nämlich sehr geholfen mit der Behinderung und noch mehr mit den chronischen Schmerzen besser fertig zu werden. 

 

Ich habe mich bekannterweise dem Maßstab 1:160 verschrieben und bin von der Baugröße „N“

(Spurweite 9 mm) immer noch absolut begeistert.

Diese Anlage ist sogar beinahe mein "Erstlingswerk" zumindest aber meine erste komplett fertiggestellte Anlage. 

Ich hatte schon einmal - 1985 - mit einer kleineren Anlage nach einem Gleisplan aus dem Arnold-Gleisplan-Buch  angefangen. Es war so eine typische "Spielanlage" mit engen Radien, Kreisverkehr und viel zu vielen Gleisen. 

Leider bin ich damals wegen des Unfalls über den "Rohbau" nicht hinaus gekommen. 


"Lebenswerk"

Am Stellpult bin ich in meinem Element
Am Stellpult bin ich in meinem Element

Die jetzige Anlage war für mich so etwas wie ein Lebenswerk.

 

Ich wollte vor allem mir selber beweisen, dass ich es auch mit nur einem Arm schaffen konnte und es vielleicht genau so gut hinbekommen würde wie die meisten nichtbehinderten Modellbahner. Vieles dauert natürlich wesentlich länger, wenn man nur mit Links arbeiten kann, vor allem als Rechtshänder. 

 

Für viele Sachen musste ich mir auch erst diverse kleine Helferlein, oder kleine Vorrichtungen basteln.

Auch mit doppelseitigem Klebeband habe ich sehr viel gearbeitet. 

 

Manchmal war ich auch nahe am Verzweifeln, wenn mal wieder etwas gar nicht klappen wollte, aber irgendwie gab es immer eine Lösung. 

Oftmals reichte schon eine Nacht Schlaf und am nächsten Morgen viel mir meist eine Lösung ein. 

Viele schlaflose Nächte gab es aber trotzdem. ;-)

 

Die Anlage habe ich jedenfalls komplett alleine gebaut. 

Lediglich bei drei Sachen war mir meine Frau etwas behilflich. Und zwar beim Aufziehen des Hintergrundes (den hab ich alleine einfach nicht faltenfrei hinbekommen), beim Aufrichten und an die Wand dübeln des Grundrahmens (den ich zuvor auf dem Fußboden komplett montiert hatte) und beim Nachbeflocken der unzähligen "Flaschenbürstenbäume", weil es für mich alleine einfach zu viele waren. 

 

Das war's aber auch schon mit der "Fremdhilfe".